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	<title>Kommentare fuer Dr. Seltsam</title>
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	<description>Entertainerphilosoph, Autor und Erfinder des Wortvarietés</description>
	<pubDate>Fri, 21 Nov 2008 21:28:08 +0000</pubDate>
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		<title>Kommentar zu Heines Kommunismus von nothnagel</title>
		<link>http://www.drseltsam.net/blog/2006/07/heines-kommunismus/#comment-6</link>
		<dc:creator>nothnagel</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Oct 2008 07:54:46 +0000</pubDate>
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		<description>Lieber Wolfgang, 

so war das schon in der zweiten Hälfte der 70er Jahre, als ich versehentlich Germanistik studierte: Jeder hämmert sich seinen Heine zurecht: Der akademische Rat, bei dem ich ein Heine-Seminar besuchte, gab uns zu verstehen, das ganze linke Zeug sei bei Heine nur eine Art Abirrung, eine typische Spinnerei eines haltlosen Kreativen gewesen; einzelne Seminarteilnehmer aber, die den K-Gruppen anhingen, wollten uns weismachen, Heine sei ein strammer Kommunist (womöglich gar ein Maoist!) gewesen, habe das aber selbst manchmal nicht genau gewußt.

Die Wahrheit ist bei Heine nicht so einfach, wie sie sich die Anbieter von Erlösungsweisheiten gern machen wollen und auch nicht so angenehm, wie die dümmsten Verteidiger der bürgerlichen Ordnung es gern hätten. Ein Teil von Heine hat den Kommunismus glühend herbeigesehnt, die Gründe für eine solche Sehnsucht lagen ja im "Deutschland" der Heine-Zeit auch nur allzu offen auf der Hand. Eine andere Provinz im Inneren des Dichters fürchtete den Kommunismus mit ebenso großer Intensität. Da sieht man die prophetischen Qualitäten des Harry Heine: Denn dass der Kommunismus nur eine andere Art des Grauens ist, das wissen wir ja heute leider sehr genau. Und das stellt Biermann doch sehr richtig dar.

Allerdings müssen wir froh sein, dass Biermann Heine nicht zur Rechtfertigung des Irak-Krieges benutzt. Keine Frage, dass Biermann, fast immer, wenn er sein eitles Mundwerk anwirft, erbärmlichen, wichtigtuerischen Unsinn absondert. In diesem Fall, finde ich, tut er es nicht. Wer heute noch über Kommunismus reden will (und das ist ja keineswegs überflüssig), der muss auf jeden Fall, um ernstgenommen zu werden, die gigantischen Verbrechen des realexistierthabenden Kommunismus mit erwähnen, um glaubwürdig zu bleiben und um ernstgenommen zu werden. 

Soweit meine bescheidene Meinung.

Mit den besten Grüßen,
Klaus Nothnagel</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Wolfgang, </p>
<p>so war das schon in der zweiten Hälfte der 70er Jahre, als ich versehentlich Germanistik studierte: Jeder hämmert sich seinen Heine zurecht: Der akademische Rat, bei dem ich ein Heine-Seminar besuchte, gab uns zu verstehen, das ganze linke Zeug sei bei Heine nur eine Art Abirrung, eine typische Spinnerei eines haltlosen Kreativen gewesen; einzelne Seminarteilnehmer aber, die den K-Gruppen anhingen, wollten uns weismachen, Heine sei ein strammer Kommunist (womöglich gar ein Maoist!) gewesen, habe das aber selbst manchmal nicht genau gewußt.</p>
<p>Die Wahrheit ist bei Heine nicht so einfach, wie sie sich die Anbieter von Erlösungsweisheiten gern machen wollen und auch nicht so angenehm, wie die dümmsten Verteidiger der bürgerlichen Ordnung es gern hätten. Ein Teil von Heine hat den Kommunismus glühend herbeigesehnt, die Gründe für eine solche Sehnsucht lagen ja im &#8220;Deutschland&#8221; der Heine-Zeit auch nur allzu offen auf der Hand. Eine andere Provinz im Inneren des Dichters fürchtete den Kommunismus mit ebenso großer Intensität. Da sieht man die prophetischen Qualitäten des Harry Heine: Denn dass der Kommunismus nur eine andere Art des Grauens ist, das wissen wir ja heute leider sehr genau. Und das stellt Biermann doch sehr richtig dar.</p>
<p>Allerdings müssen wir froh sein, dass Biermann Heine nicht zur Rechtfertigung des Irak-Krieges benutzt. Keine Frage, dass Biermann, fast immer, wenn er sein eitles Mundwerk anwirft, erbärmlichen, wichtigtuerischen Unsinn absondert. In diesem Fall, finde ich, tut er es nicht. Wer heute noch über Kommunismus reden will (und das ist ja keineswegs überflüssig), der muss auf jeden Fall, um ernstgenommen zu werden, die gigantischen Verbrechen des realexistierthabenden Kommunismus mit erwähnen, um glaubwürdig zu bleiben und um ernstgenommen zu werden. </p>
<p>Soweit meine bescheidene Meinung.</p>
<p>Mit den besten Grüßen,<br />
Klaus Nothnagel</p>
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		<title>Kommentar zu Der Maler Blalla W. Hallmann von Dr. Seltsam</title>
		<link>http://www.drseltsam.net/blog/2008/07/der-maler-b-hallmann/#comment-5</link>
		<dc:creator>Dr. Seltsam</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Jul 2008 22:10:24 +0000</pubDate>
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		<description>Blalla Hallmann ist nicht so unbekannt, wie er hier dargestellt wird, immerhin war er zuletzt Kunstprofessor in Braunschweig und auf der Dokumenta X 1997 in Kassel. Vgl. "Mit Karl Kot und Bob Eiter" in Kunstzeitung 12/1997 von K.Schmid</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Blalla Hallmann ist nicht so unbekannt, wie er hier dargestellt wird, immerhin war er zuletzt Kunstprofessor in Braunschweig und auf der Dokumenta X 1997 in Kassel. Vgl. &#8220;Mit Karl Kot und Bob Eiter&#8221; in Kunstzeitung 12/1997 von K.Schmid</p>
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	</item>
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		<title>Kommentar zu Dr. Seltsams Wochenschau 2007 von Morrissey</title>
		<link>http://www.drseltsam.net/blog/2007/12/drseltsams-wochenschau-2007-das-dritte-jahr/#comment-3</link>
		<dc:creator>Morrissey</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Jan 2008 23:45:08 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.drseltsam.net/blog/?p=47#comment-3</guid>
		<description>Ja... die in der jW oft beworbene "Wochenschau" des Dr. Seltsam... als im fernen NRW lebender Mensch war es mir bis dato noch nicht möglich, mir diese mal anzutun. Und das, obwohl ich schon sieben (oder waren es acht?) mal in Berlin weilte.

Nun, ich kannte Dr. Seltsam bislang nur als Autor in der jW. Als einen Guten, aber eben nur einen unter vielen Guten (nicht umsonst ist die jW die einzige Tageszeitung, die ich bislang zu abonnieren bereit war. Mir fällt partout keine wirklich gute überregionale Tageszeitung ausser der jW ein, und über die lokalen Käseblättchen meiner Stadt brauche ich erst gar nicht nachzudenken. Die lese ich ab und an, wenn ich meine Eltern besuche. Gruselig. Die Zeitungen. Nicht meine Eltern.). Und daher habe ich über einen Besuch der "Wochenschau" nie ernsthaft nachgedacht.

Tja, nun habe ich bei der RLK der jW Dr. Seltsam zum ersten mal live und in Farbe gesehen. Amüsant, scharfsinnig und vor allem sympathisch. Ärgerlich, dass ich nach der LL(L)-Demonstration gleich via Reisebus den Heimweg antreten musste. So wurde dann nichts aus dem Besuch der "Wochenschau". Aber ich konnte mir eine Memo eintragen: beim nächsten Berlin-Besuch schaue ich mal rein.

In diesem Sinne, alles Gute

Michael</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja&#8230; die in der jW oft beworbene &#8220;Wochenschau&#8221; des Dr. Seltsam&#8230; als im fernen NRW lebender Mensch war es mir bis dato noch nicht möglich, mir diese mal anzutun. Und das, obwohl ich schon sieben (oder waren es acht?) mal in Berlin weilte.</p>
<p>Nun, ich kannte Dr. Seltsam bislang nur als Autor in der jW. Als einen Guten, aber eben nur einen unter vielen Guten (nicht umsonst ist die jW die einzige Tageszeitung, die ich bislang zu abonnieren bereit war. Mir fällt partout keine wirklich gute überregionale Tageszeitung ausser der jW ein, und über die lokalen Käseblättchen meiner Stadt brauche ich erst gar nicht nachzudenken. Die lese ich ab und an, wenn ich meine Eltern besuche. Gruselig. Die Zeitungen. Nicht meine Eltern.). Und daher habe ich über einen Besuch der &#8220;Wochenschau&#8221; nie ernsthaft nachgedacht.</p>
<p>Tja, nun habe ich bei der RLK der jW Dr. Seltsam zum ersten mal live und in Farbe gesehen. Amüsant, scharfsinnig und vor allem sympathisch. Ärgerlich, dass ich nach der LL(L)-Demonstration gleich via Reisebus den Heimweg antreten musste. So wurde dann nichts aus dem Besuch der &#8220;Wochenschau&#8221;. Aber ich konnte mir eine Memo eintragen: beim nächsten Berlin-Besuch schaue ich mal rein.</p>
<p>In diesem Sinne, alles Gute</p>
<p>Michael</p>
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