Entertainerphilosoph, Autor und Erfinder des Wortvarietés
In jedem Kloster gab es Folterkammern. Die allmächtige Priesterkaste umfaßte drei Prozent der Bevölkerung, der Rest war leibeigen oder versklavt, jedenfalls rechtlos den Strafen der Priester überlassen: Abziehen der Haut bei lebendigem Leibe, Abhacken der Hände, Augenausdrücken. Dies alles wurde noch bis 1959 praktiziert, als die Volksarmee vertragsgemäß einmarschierte und mit dem rückständigen Feudalsystem Schluß machte. Wenn der Dalai-Lama heute den “kulturellen Genozid” der Chinesen an Tibet beklagt, dann ist vor allem das gemeint: In China müssen Jugendliche mindestens 16 Jahre alt sein, bevor sie freiwillig ins Kloster gehen. Damit besteht eine kleine Chance gegen die religiöse Abrichtung, denn in diesem Alter verfangen die Angst machenden Drohungen der Religion nicht mehr so leicht: Zum Beispiel, dass nach dem Tode in vielen verschiedenen Höllen die Vergehen gegen die Lamas bestraft werden. In einer davon steht man ewig in Exkrementen. Übersetzt heißt dieser Unort: “Äonen im Scheißesee”.
Wen diese neurotischen Albträume an die katholische Kirche erinnern, liegt nicht falsch: Es waren christliche Missionare, darunter bayerische, die mit der Gegenreformation im 16. Jahrhundert den klerikalen Dämonen- und Höllenglauben weltweit verkündeten, so daß die Lamas ihn gerne in ihre Unterdrückungsreligion einbauten. Kratz an einem Verbrechen und es kommt ein Deutscher hervor!
Ein ganz eigenes Gebräu ist dagegen der Tantrische Sex: nur mit Hilfe der weiblichen Energie, können männliche Lamas Nirvana erlangen (Yin und Yang-Prinzip); in der Praxis kann Mann erst nach langjährigen Trockenübungen und schmutzigen Riten “das weibliche Fluidum in sich einsaugen”, beispielsweise mithilfe eines Strohhalms in der Harnröhre. Ob das Frauen gefällt, ist Nebensache, Frauen kommen nie ins Nirvana. So entpuppt sich der geheimste Bereich tantrischer Sexregeln als Obsession brünstiger Masturbanten: Nirvana ist die Erlösung des Mannes durch massenhaften Mißbrauch kleiner Mädchen ab acht oder neun Jahren. Der Buddhismus des Dalai Lama, sagt Goldner, ist im Gewande spiritueller Erleuchtung sexuelle Gewalt gegen Mädchen, Knaben, Frauen, Tiere, “… gegen alles was Mann ficken kann.”
Wenn man bedenkt, daß die Deutschen die fleißigsten Spender sind und daß sogar aus Mitteln der katholischen Misereor-Sammlung das Tibetan Medical & Astrological Institute finanziert wird, eine gänzlich unbrauchbare para-medizinische Einrichtung für Horoskope und Lama-Medizin, dann sollte die deutsche Linke ein Gegengewicht schaffen. Zum Beispiel könnte kommende Weihnachten das Dalai-Lama-Buch auf jedem linken Gabentisch liegen:
Guntram Colin Goldner
Dalai Lama. Fall eines Gottkönigs
Alibri-Verlag Aschaffenburg 2008
734 Seiten
ISBN 978-3-86569-021-0
34 Euro
heißt eigentlich Wolfgang Kröske und ist politischer Kabarettist und Autor.
Von 1984 bis zu seinem Rauswurf 1989 hielt er als Theaterkritiker die rote Fahne bei der „taz” hoch. In der „Wende”-Zeit ein Jahr Schuldirektor in Cottbus. Gründer der legendären Berliner Lesebühne „Dr. Seltsams Frühschoppen”. Organisator politischer Lesungen (besonders zum Werk des von den Nationalsozialisten ermordeten Anarchisten Erich Mühsam). Bestreitet heute an jedem Sonntag als Moderator mit wechselnden Gästen „Dr. Seltsams Wochenschau”. Schreibt regelmäßig für die „Junge Welt”.
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