Entertainerphilosoph, Autor und Erfinder des Wortvarietés
Endlich gibt es den großen wunderbaren Bildband mit fast allen Blalla-Bildern: Die Sprache verschlagen. Klaus Theuerkauf von der Kreuzberger Galerie endart war der erste, der mir Blalla-Bilder zeigte, erklären brauchte er nichts, die kaputte Seele, die hier schrie, war mir verwandt. “Blalla war mein bester Freund”, schreibt er und erwartet, daß die große Zeit des Malers Hallmann bevorsteht und man die heutigen geistigen Kleingärtner à la Meese genauso vergessen wird wie die akademischen Zeitgenossen der Wegbereiter der Moderne. Wer die Bilder von Hallmann im Kopf hat, kann mit der herrschenden Seichtheit nichts mehr anfangen. Denn Wirk-lichkeit ist nicht, was oberflächlich glänzt, sondern was wirkt, so wie die Leichen im Keller unserer Reihenhäuser.
Die Sprache verschlagen
Die Bildgewalt des Blalla W. Hallmann
Herausgegeben von Matthias Reichelt. Mit über 200 farbigen Bildern und Fotos von B.Hallmann und Beiträgen von Anja Zimmermann, Klaus Theweleit, Titus Milech, Udo Kittelmann, Barbara Kalender und Jörg Schröder, Klaus Theuerkauf.
Verlag für moderne Kunst Nürnberg, 2007
ISBN 978-3-936711-91-2
Dank einer Zuwendung der Stiftung Kunstfonds ist der Verkaufspreis für dieses exzellente Buch mit 35 Euro äußerst günstig.
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heißt eigentlich Wolfgang Kröske und ist politischer Kabarettist und Autor.
Von 1984 bis zu seinem Rauswurf 1989 hielt er als Theaterkritiker die rote Fahne bei der „taz” hoch. In der „Wende”-Zeit ein Jahr Schuldirektor in Cottbus. Gründer der legendären Berliner Lesebühne „Dr. Seltsams Frühschoppen”. Organisator politischer Lesungen (besonders zum Werk des von den Nationalsozialisten ermordeten Anarchisten Erich Mühsam). Bestreitet heute an jedem Sonntag als Moderator mit wechselnden Gästen „Dr. Seltsams Wochenschau”. Schreibt regelmäßig für die „Junge Welt”.
Dr. Seltsam
31. Juli 2008 um 0:10 Uhr
Blalla Hallmann ist nicht so unbekannt, wie er hier dargestellt wird, immerhin war er zuletzt Kunstprofessor in Braunschweig und auf der Dokumenta X 1997 in Kassel. Vgl. “Mit Karl Kot und Bob Eiter” in Kunstzeitung 12/1997 von K.Schmid